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Eiszeit beim Ingolstadt Triathlon

Verfasst am 01.06.2022 01:52 – Aktualisiert am 01.06.2022 18:32

Elke die für die DM über die Mitteldistanz in Ingolstadt angemeldet hatte musste DNS geben. Am Dienstag vor dem Rennen bekam ich die Hiobsbotschaft von Ihr – Corona positiv.

Ausgerechnet jetzt wo sie sich regelrecht in ihren Leistungen selbst übertraf und wirklich ernsthafte Aussichten auf einen Stockerlplatz in der AK hatte, der Dämpfer. Aber jammern hilft nicht. Abhaken – Gesund werden und Kräfte bündeln für Roth in 5 Wochen.

Somit wurde der Ingolstadt Triathlon zur Männersache. Leonard (Kurzdistanz) und Robin (Mitteldistanz) mussten die „Kohlen aus dem Feuer“ holen. Genau das Feuer und etwas Wärme hätten sich beide an dem Tag gewünscht. Stattdessen war Ar___kalt und nass.

Leonard war schon vor dem Schwimmen durchnässt und ausgekühlt. Dennoch lief es im Wasser gut, auf dem Rad sehr gut (er konnte die gewünschten 185-190 Watt halten). Nur beim Laufen überkam ihn nach 2 km eine Art Asthmaanfall der ihn abrupt stoppte. Er wanderte zu nächsten Verpflegungsstation und wollte fast aufgeben. Aber ein Freund dort motivierte ihm zum Finish und Leonard fasste sich ein Herz und lief weiter und das sogar sehr gut. Nach knapp über 3h überquerte er die Ziellinie.

Robin hingegen musste länger mit den widrigen Bedingungen fertig werden. Im Wasser war es vermutlich am angenehmsten, aber da war er bereits nach knapp 37 min. wieder raus. Jetzt begann das Zittern – einstelligen Temperaturen kombiniert mit Regen zwangen viele Athleten zur Aufgabe. Robin spielte all seine langjährige Wettkampferfahrung aus und zog seine Pacingstrategie auf dem Rad gnadenlos durch. Nach 2h29m erreichte er T2 und jetzt kam der schwierigste Part des Rennens – das Wechseln zum Laufen. Über 5 min. versuchte er mit gefühllosen Fingern den Helm zu öffnen und irgendwie in die Laufschuhe zu schlüpfen. Dann legte er noch einen großartigen Lauf (1h:46 min – 20,3km) nach. Und siehe da – kaum im Ziel, war er auch wieder aufgetaut.

Ein absolut geniales Rennen von Robin. Unbeeindruckt vom scheußlichen Wetter konnte er in allen Disziplinen seine Klasse zeigen. Ewig schade dass er die 5h Hürde um wenige Sekunden nicht knacken konnte, aber das war nur den üblen Bedingungen und dadurch langen Wechselzeiten geschuldet.


Cooler Auftritt von beiden. Auftauen Jungs und weiter geht's

Brrr

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