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Triathleten nützen die wettkampffreie Zeit

Verfasst am 16.09.2020 18:17 – Aktualisiert am 16.09.2020 14:19

Während der fast komplett ausgefallenen Triathlonsaison 2020 erreichten mich immer wieder Fotos meiner Athleten von deren verschiedensten „Ausflügen“.
Ein neuen Trend ist zu erkennen: Rad-Wandern
Mal nicht im Wettkampfmodus und geschwindigkeitsoptimiert mit den Fahrrädern durch die Gegend jagen – nein cruisen ist dieses Jahr hip.
Dirk machte den Anfang und legte mächtig vor.Er fuhr mit dem Tourenrad in 4 Tagen 660 km und 4340 Hm von Penzberg nach Bielefeld.
Lothar war auch unterwegs, komplett autark mit Zelt und Schlafsack. Er bewältigte 1000 km von Hirschberg bei Mannheim zur Neckarquelle und weiter von der Donauquelle nach Passau in 8 Tagen.
Und Axel nahm die Strecke Huglfing-Bodensee in Angriff und nach einem Ruhetag noch die Seeumrundung.
Auch ich trat den Rückweg von Podersdorf/Neusiedlersee mit meinem bepackten Rennrad an. Nach 5 Tagen 560 km und 6300 Hm war ich wieder zu Hause in München.
By the way: Tanja benötigte beim RAA für etwa die selbe Strecke nur 22 Stunden. Mehr dazu auf Facebook

Andere wiederum reizte das Gipfelglück:
Mit Elke, Axel und Hans führen wir zwei schöne Bergetappen mit dem Ausgangspunkt Imst. Unsere Ziele: Kühtai und Hahntennjoch.
Ebenso Michael, Lothar und Marco waren als Gipfelstürmer unterwegs und schickten „Beweisfotos“ von den erklommenen prominenten Pässen Südtirols.

Recht so - genießt den Triathlon Sabbatical. Es ist doch wirklich schön mal in Gesellschaft ohne Trainingsvorgaben und Zeitdruck mit dem Rad die Gegend zu erkunden.

Lothars Packesel

Lothars Packesel

Lothar auf Tour

Lothar auf Tour

Nix mehr Rennrad

Nix mehr Rennrad

Elke - schnuppert Höhenluft

Elke - schnuppert Höhenluft

Sella Ronda

Sella Ronda

Marco

Marco

Lothar - ganz oben

Lothar - ganz oben

Michi was here - nur ned aufn Foto

Michi was here - nur ned aufn Foto

Axel's Rad am Bodensee ohne Fahrer

Axel's Rad am Bodensee ohne Fahrer

Der Coach auch mal in Aktion

Der Coach auch mal in Aktion

Axel auf der Passhöhe

Axel auf der Passhöhe

Elke

Elke

Und doch noch einen Triathlon im Coronajahr 2020

Verfasst am 13.09.2020 00:45 – Aktualisiert am 12.09.2020 19:15

Norbert, der eigentlich sein Langdistanzdebüt dieses Jahr in Roth feiern wollte, meldete kurzentschlossen beim Triathlon Austria in Podersdorf. Leider verliefen die letzten 4 Wochen seiner Vorbereitung nicht optimal - die Wade zwickte. Und so musste das Lauftraining zurückgestellt bzw. auf ein Minimum reduziert werden. Natürlich keine optimale Ausgangslage für eine Langdistanz….
Aber Norbert war guter Dinge. Auch wenn es nicht zu einem Finish reichen sollte, konnte er unter Wettkampfbedingungen den Schwimm- und Radpart absolvieren und nach einer elend langen Vorbereitungszeit die Saison mit einem echten Rennen abschließen.
Und so stand er zufallsweise direkt hinter Matthias am Schwimmstart in Startgruppe 2. Im 5 sec. Abstand wurden die Athleten auf die Schwimmstrecke geschickt. Unter „Laborbedingungen“ (kein Wind und keine Wellen, was hier am Neusiedlersee eher selten ist) konnten die beiden mit top Schwimmzeiten glänzen. In der Wechselzone ließen es die beiden gemütlich angehen und es war auch noch Zeit mit den anderen Athleten am Boden sitzend zu ratschen.
Auf der Radstrecke wurde es dann von Runde zu Runde ungemütlicher. Der Wind legte zu und machte auf den Gegenwindstrecken trotz reichlich Watt auf dem Pedal nur 20-25 km/h möglich. Ein Vorteil für diejenigen die mit Leistungsmesser unterwegs sind, um nicht zu überpacen.
Nach 7:10h war Schwimmen und Radfahren für Norbert abgehackt und es ging auf die Laufstrecke. Eigentlich seine Paradedisziplin….aber schon nach wenigen Kilometern meldete sich die Verletzung zurück und Norbert beendete das Rennen nach der ersten von 4 Laufrunden.
Meinen Respekt dafür, nicht um jeden Preis Finishen zu wollen und seine Gesundheit damit auf’s Spiel zu setzten. Ein DNF zu akzeptieren und dabei nicht enttäuscht zu sein - das zeigt wahre Größe. Denn es gibt wirklich wichtigere Dinge im Leben.
Und Matthias? Der machte das Rennen seines Lebens – mit einer sehr guten Schwimmzeit, 5:19h auf dem Rad (seine pers. LD-Bestzeit) und 3:50h beim Laufen stand er nach 10:39 h wie immer, total relaxed im Ziel. Ein nahezu perfektes Rennen.

Am Abend feierten wir die beiden Helden und beendeten beim Heurigen und dem dazu gehörigen Glaserl Wein die fast nicht vorhandene Triathlonsaison 2020.

Athlet, Co und Coach vollauf zufrieden

Athlet, Co und Coach vollauf zufrieden

Zu schnell für die Kamera

Zu schnell für die Kamera

Ankunft T2

Ankunft T2

In der Wechselzone ist noch Potenzial

In der Wechselzone ist noch Potenzial

Die ersten Meter ins Ungewisse

Die ersten Meter ins Ungewisse

Grandioser Radsplit für Matthias

Grandioser Radsplit für Matthias

...und Laufen kann er sowieso

...und Laufen kann er sowieso

Plan B – Mission possible!

Verfasst am 29.06.2020 17:33 – Aktualisiert am 29.06.2020 17:36

Nach Rücksprache mit einem ortskundigen Bergführer bzgl. Wegbeschaffenheit und Schnee auf dem Weg zur Zugspitze erhielten Michael, Markus und Maximilian „grünes Licht“ für ihr Vorhaben: Bike-Hike-Bike – Extrem.
Wie geplant konnten sie am Mittwoch dem 24.06.20 um 6:09 Uhr ihre Radcomputer starten und der Morgensonne entgegen radeln. Die 66 km Anfahrt von Bad Tölz über den Sylvensteinspeicher nach Garmisch ließen sie noch ruhig angehen, denn jeder von Ihnen hatte Respekt vor der selbst auferlegten (Tor-)Tour. Nach gut 2 h erreichten sie die Skisprungschanze in Garmisch. Dort tauschten sie die Radschuhe gegen Laufschuhe und packten die wichtigsten Dinge in einen Laufrucksack bevor sie durch das Reintal Richtung Zugspitze aufbrachen. Der Aufstieg an der Partnach entlang, über die Reintalangerhütte, Knorrhütte auf das Zugspitzplatt und weiter zum Gipfel ist nicht die schwierigste Variante, aber mit 22 km Anstieg lange und im letzten Drittel nicht’s für unerfahrene Alpenisten. Für die meisten Wanderer ist das eine 2 Tagestour. Nicht so für die drei Triathleten. Am Anfang auf den Wegen/Pfaden noch im Laufschritt – später in den steilen, ausgesetzten Passagen dann mit flotten Steigen erreichten sie schließlich den Gipfel der Zugspitze. Für die 2545 Höhenmeter und 22 km benötigten sie lediglich 4:17h (11,1 min/km) – unfassbar.
Auch runter lief’s gut. Bereits nach 2:34 h waren die Höhnenmeter per pedes wieder vernichtet.
Jetzt „nur“ noch knapp 60 km Heim radeln. Vermutlich hatten alle Drei bereits den Geruch vom Grillfleisch in der Nase und drückten daher nochmal mit ihren letzten Kräften auf’s Wattpedal.
Um 20 Uhr konnten Michael, Markus und Maximilian in Tölz ihr „Finisherbufett“ genießen und auf einen knallharten aber erlebnisreichen Tag zurückblicken. Mission voll geglückt!

In Zahlen: Sie bezwangen in 11 Stunden 3250 Höhenmeter und 168 km – davon 44 km und 2545 Hm zu Fuß.

Gratuliere Burschen, zu dieser Megaleistung!
Ihr habt bewiesen, dass Triathleten nicht nur Einzelkämpfer sind und dass gemeinsame Ziele „Berge versetzen“ können.

Fazit von Michael: Es war brutal – aber auch brutal guad ;-)

Von meiner Seite kann ich nur hinzufügen, dass Michael von dieser schlagkräftigen Trainingsgruppe wirklich profitieren konnte und kann. Auch wenn sein Langdistanzdebüt noch ein Jahr warten muss, dass er es drauf hat ist wohl jedem bewusst.

Weitere Blogs zu Plan B unter:
https://www.facebook.com/markushoermann.triathlet

https://www.facebook.com/Kirmeier.Maximilian/

Das ist doch der GIPFEL

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Morgenstund hat....

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Pack mas - Start ins Ungewisse

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Puh

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Reintal

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Power Walking

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Laufstrecke?

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Fast geschafft

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Gratwanderung

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