GAPA Trail, Lydia wählt eine harte Nummer als Saisonopener

GAPA Trail,                                    Lydia wählt eine harte Nummer als Saisonopener
Saison-Starter in Garmisch

Natürlich ist unsere Gegend rund um München wie gemacht für’s Laufen abseits befestigter Wege. Es braucht dazu kein hochalpines Gelände und Bergen jenseits der 2000 Meter. Welliges Terrain in den Voralpen, aber auch nur ständiges Auf- und Ab in den Isarauen bieten dazu ausreichende Trainingsmöglichkeiten.
Jedoch ist das Geländelaufen absolut nicht für Laufeinsteiger geeignet. Da fehlt die Power um Anstiege hoch zu laufen, sowie die muskuläre Stabilität der extrem belasteten Bänder und Sehen beim Downhill. Verletzungen und Überbelastungen wären vorprogrammiert. Darum rate ich erst trainierten Läufern zum Ausflug auf kleine Pfade.
Prädestiniert zum Traillaufen sind Triathleten. Die lieben generell die Herausforderung und das Außergewöhnliche/Extreme aber auch die Abwechslung. Außerdem sollte eine gewisse Grundfitness und orthopädische Anpassung durch das vielseitige Training bereits vorhanden sein.
Warum dann nicht einen Abstecher ins Gelände wagen?

Start ins Unbekannte (Lydia in pink)


Meine Athletin Lydia hat es gewagt. Und von wegen beim ersten Traillauf vorsichtig mit einer „Lightstrecke“ beginnen -nix da. Die lange Tour über 28 km und 1200 Hm beim GAPA Trail soll es sein. Zur Vorbereitung habe ich sie unter anderem zwischen Poschinger Weiher „Berg“ und Fröttmaninger (Müll)Berg pendeln lassen. Beides nur Mini-Hügel aber wenn man oft genug rauf läuft... Zusätzlich war sie natürlich auch in den Voralpen unterwegs.

Am Samstag den 26.04.26 war es dann soweit. Perfektes Wetter in Garmisch begrüßte die Bergläufer und Lydia mittendrin. Gleich am Anfang war der längste Anstieg zu bewältigen. Steil und auf Forststraßen ging‘s erstmal hoch, dann wurde die Strecke trailmäßiger. Aber nicht nur die Wegbeschaffenheit stellte die Läufer vor Herausforderungen – nein auch die vielen Touristen die auf den Pfaden unterwegs waren. Jetzt waren volle Konzentration verlangt um nicht nur Wurzeln, Steine und Stufen zu beachten, sondern auch unzählige Wanderer zu „umlaufen“. Lydia versuchte bergab Meter gut zu machen, auch wenn immer wieder etwas Seitenstechen einsetzte. Schließlich schaffte sie, wenn auch „auf der letzten Rille“, die Langstrecke in 4h:01min. abzuschließen und wurde auf Anhieb 15er ihrer AK.
Und das bei Ihrem ersten Laufwettkampf der länger als ein flacher Halbmarathon war.
Ein rundum gelungener Saisoneinstieg und das auf unbekannten Terrain. Die Basis passt, was Lydia eindrücklich bewiesen hat. Jetzt kann an der Tempo- und Schnelligkeitsschraube gedreht werden, für Ihre folgenden Wettkämpfe.

Mission geglückt (Lydia re.)